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'Ich sah einen Traum heute Nacht: der Himmel schrie, die
Erde gab Antwort, zwischen
ihnen stand ich.' (Gilgamesch Epos, Tafel 8). 'Und siehe, ich fing an Worte
der Inspiration
auszusprechen und zurechtzuweisen die Wächter des Himmels.' (Henoch,
Kapitel XIII.9).
Prolog
Die Elemente geraten außer
Kontrolle: der Wind, das Wasser,
das Feuer, die Erde bebt. Erwartet
ihr, dass auch die ewigen Sterne fallen?
'Nun ist die Zeit da! Der Abgrund öffnet sich. Siehe da den König der
Könige der Finsternisse! Siehe da das Tier mit seinen Untergebenen, das
sich Erlöser der Welt nennt. Stolz wird es sich in die Lüfte erheben, um
zum Himmel aufzusteigen. Er wird durch den Hauch des heiligen Erzengels
Michael erstickt. Er stürzt herab, und die Erde wird ihren Schoß voll
des Feuers öffnen. Er wird verschlungen für immer mit all den Seinen in
die ewigen Abgründe der Hölle. Dann werden Wasser und Feuer die Erde
reinigen und alle Werke des menschlichen Hochmuts vertilgen, und alles
wird erneuert werden. Dann werden wir Gott dienen, und Er wird
verherrlicht werden.' Vision La Salette, 1858.
'Ich sah
immer noch hin; da wurden Throne aufgestellt und ein Hochbetagter nahm
Platz. Sein Gewand war weiß wie Schnee, sein Haar wie reine Wolle.
Feuerflammen waren sein Thron, und dessen Räder waren loderndes Feuer.
Ein Strom von Feuer ging von ihm aus. Und tausendmal Tausende dienten
ihm, zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht nahm
Platz, und es wurden Bücher aufgeschlagen.' Daniel 7:9-10; Offenbarung
1:10-20.
'Und siehe, der auf dem Berge saß, rief mit gewaltiger und
durchdringender Stimme: O du gebrechlicher Mensch, Staub vom
Erdenstaube, Asche von der Asche, rufe und verkünde, wie man in die
Erlösung eingeht, die alles wiederherstellt, damit diejenigen
unterrichtet werden, die, obgleich sie den innersten Gehalt der
Schriften kennen, ihn dennoch nicht aussprechen oder verkünden wollen.
Denn sie sind lau und schwerfällig, die Gerechtigkeit Gottes zu
beobachten. Ihnen tue das Siegel der Geheimnisse kund, das sie furchtsam
in verborgenem Acker fruchtlos vergraben. Ergieße dich wie ein
überreicher Quell, und ströme so in mystischer Lehre aus, dass jene von
deiner Ausgießung und Bewässerung erschüttert werden, die um der Sünde
Evas willen dich für verächtlich halten. Denn nicht von einem Menschen
hast du die Erhabenheit dieser Tiefe. Von dem himmlischen, furchtbaren
Richter wird sie dir von oben her gegeben, wo dieses starke Licht unter
den Leuchtenden mit heller Klarheit flammen wird. Erhebe dich also, rufe
und sprich, was dir in der starken Kraft göttlicher Hilfe kund wird!
Denn der da jeder seiner Kreaturen mächtig und gütig gebietet, er
durchströmt die, die Ihn fürchten und ihm mit hingebender Liebe im
Geiste der Demut dienen, mit dem Lichte himmlischer Erleuchtung.'
Hildegard von Bingen, Liber Scivias Domini I.1.
'Da kroch
nach vorn der gottlose dreimäulige Drache und dachte bei sich also:
Diesen Glücksglanz, den nicht genommenen, will ich ergreifen. Aber
hinter ihm reckte sich auf das Feuer des Weisen Herrn und sprach mit
Worten also: Zurück, lass dir das gesagt sein, du dreimäuliger gottloser
Drache, wenn du den Glücksglanz, den nicht genommenen, dir aneignest,
will ich dir gegen deinen Steiß emporflammen, gegen dein Maul
emporleuchten und danach sollst du nicht wieder hervorstürzen auf die
gottgeschaffene Erde zum Verderben der Welt der Wahrheit. Da zog der
Drache seine Pfoten zurück, besorgt wegen der Lebensgefahr, weil er vor
dem Feuer in Furcht war.' Zend Awesta, Zamyad Yašt 19:49-50.
'Vollendete Weiblichkeit kann sehr viel sagen und zugleich wenig, ja
überhaupt nichts, da Ihr weder Sprechen noch Denken zugehört, aufgrund
dessen, dass Sie alles in überwirklicher Weise übersteigt und sich
unverborgen und wahrhaftig nur Demjenigen offenbart, der sowohl durch
alles Beschmutzte und alles Reine durchgehend als auch über jeden
Aufstieg aller heiligen Gipfel hinaus gehend und alle göttlichen Lichter
und Stimmen und himmlische Worte hinter sich lassend, und in ihre Tiefen
hineingeht, wo der, der jenseits von allem ist, wie die Schrift sagt,
sich wirklich beendet.' (St. Pseudo-Dionysius Areopagita).
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